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Hereinspaziert… treten Sie näher.

In Sachen sicherer Serverräume handeln viele Unternehmen nur halbherzig. Dabei ist die Vorsorge oft recht einfach.

In 2014 vom Sensor-Hersteller Kentix in 742 Unternehmen durchgeführte Befragungen zur IT-Sicherheit brachten ein erschreckendes Ergebnis: Fast die Hälfte aller Serverräume wiesen gravierende Sicherheitsmängel auf. Ein Zeichen für die viel zitierte „digitale Sorglosigkeit“ ? Es sieht ganz danach aus…

Ausgerechnet da, wo die Daten zentral gesammelt und verteilt werden, scheinen Sicherheitskonzepte über ein Schubladendasein nicht hinaus zu kommen. So ist in fast einem Drittel der Firmen ein separater Serverraum gar nicht erst vorhanden. Vorsichtsmaßnahmen zur Vermeidung von Einbrüchen, Hitze, Feuer oder gegen Wassereinbrüche wurden von fast 40 Prozent der Befragten verneint. Und dort, wo IT-Sicherheit ernster genommen wird, regiert meist die Sparsamkeit: Ein einziger Mitarbeiter ist oft dafür abgestellt, das Team im Umgang mit Kundendaten zu schulen, Prozesse zu kontrollieren und die Überprüfung der physischen Sicherheitsmaßnahmen im Rechenzentrum zu verantworten. Meist in so legerer Weise, dass es kein Problem darstellt, sich unerlaubt Zugang zu verschaffen, um Daten zu kopieren oder zu manipulieren.

Gefährliche Schieflage

Sind Unternehmens-Netzwerke vor digitalen Angriffen durch Viren, DDos-Attacken etc. meist relativ solide geschützt, verfügen 42 Prozent der Befragten über keine Branderkennung, was im Ernstfall dazu führen könnte, den Serverraum komplett der Zerstörung auszusetzen. Bei 47 Prozent der Befragten war die Absicherung ihrer IT auch gegen grundlegende andere physische Risiken, wie beispielsweise einen Spannungsabfall, nur noch mangelhaft. Alles in allem eine gefährliche Schieflage, aus der rasch juristischer und geschäftlicher Ärger entstehen könnte. Denn in den „IT-Grundschutz-Katalogen des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI)“ wird beschrieben, warum neben der eigentlichen Empfehlung, wie die einzelnen Maßnahmen umzusetzen sind, Verantwortliche für die Initiierung bzw. für die Umsetzung dieser Maßnahmen notwendig sind und wie sich deren Haftungsbedingungen gestalten. Doch was als „kurze Beschreibung der wesentlichen Rollen“ gut gemeint ist, stellt sich mit mehr als 40 Funktionen in der Praxis rasch als zu aufwendige Zuordnung dar.

Nutzung eines externen IT-Dienstleisters

So ist Kentix-Geschäftsführer Thomas Fritz vom Ergebnis der Studie auch nicht überrascht. Für das Missverhältnis von Anspruch und Wirklichkeit macht er vor allem zwei Ursachen verantwortlich: den Personalmangel und das Tagesgeschäft. Wichtige Sicherheitsregeln in der IT kosten Geld, das sich nicht nur Privatpersonen, sondern auch Unternehmen am liebsten sparen möchten. Doch wie so oft gilt auch hier: Wenn am falschen Ende gespart wird, kann es teuer werden. Eine Lösungsmöglichkeit liegt, wie in vielen anderen Unternehmensbereichen auch, in der Nutzung von Infrastruktur und Fachwissen eines auf IT-Sicherheit spezialisierten externen Dienstleisters. Dies beschränkt die Arbeit des IT-Verantwortlichen im Unternehmen auf die Verwaltung eines Speichersystems. Ohne Investitionen und laufende Kosten für einen teuren Serverraum mit aufwendiger Haustechnik wie Klimatisierung, Feuerlöschanlage oder Zutrittskontrolle der Räume.

Rüdiger Lehmann

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